27.09.2017 - Autor: Wolfgang Ilg und Eberhard Fuhr, Pressesprecher des EJW

Begeisterung und Nachdenklichkeit

Ausgelassene Stimmung im Kino Gloria 1...

... und Nachdenklichkeit auf der Bühne (Wolfgang Ilg im Gespräch mit Filmemacher Bernd Umbreit und zwei Hauptpersonen aus dem Film, Lena Kreipe und Peter Putz)

Rappelvoll: Die Stuttgarter Stiftskirche

Das FESTIVAL auf dem Stuttgarter Schlossplatz

20.000 Menschen an einem strahlenden Herbst-Wochenende: Das zentrale FESTIVAL der Landeskirche zum Reformationsjubiläum wurde insbesondere am Sonntag, 24.09.2017, maßgeblich durch das EJW gestaltet. Waren manche im Vorfeld noch skeptisch, zog die fröhliche und zugleich nachdenkliche Atmosphäre dann alle in ihren Bann, die sich auf den Weg ins Stuttgarter Zentrum gemacht hatten. Auch die Schülerarbeit war natürlich kräftig dabei – ob beim Auf- und Abbau, mit Steffi Schwarz als Moderatorin auf einer Bühne oder mit zwei Gottesdiensten.

Im Gloria-Kino: „Gottesdienst überfüllt“

Schon eine Viertelstunde vor Beginn wurden Plakate vor dem Kino Gloria aufgestellt: Film-Gottesdienst überfüllt. „So viel Andrang in einem Gottesdienst hat man nicht immer“, freute sich Landesschülerpfarrer Wolfgang Ilg. Mit dem Filmemacher Bernd Umbreit, zwei Hauptpersonen aus dem Film (Lena Kreipe und Peter Putz) und dem Musiker Kilian Mohns gestaltete er den Gottesdienst in dem mit 430 Besuchern gefüllten Kinosaal.

Der Film „Das Dorf der Stille“ zeigt das Leben von taubblinden Menschen, die auf den ersten Blick in einer ganz eigenen Welt zu leben scheinen. Die damals 19-jährige Lena berichtet im Film eindrücklich darüber, wie sie das Leben aufgrund ihres Praktikums im „Dorf der Stille“ mit neuen Augen zu sehen lernte. Als frischgebackene Heilerziehungspflegerin der Diakonie stand Lena Kreipe beim Film-Gottesdienst nun auf der Bühne und ermunterte die Jugendlichen dazu, Erfahrungen in einem Sozialberuf zu sammeln. Wer in die Augen der Kinobesucher schaute, ahnte, dass dieser Appell nicht ohne Folgen bleiben dürfte.

Gottesdienst: „Diese Freiheit nehme ich“

Die Stuttgarter Stiftskirche ist beim Gottesdienst beim FESTIVAL am Sonntag Nachmittag fast voll besetzt, auch die beiden Emporen. Es ist einer von sechs unterschiedlichen Gottesdiensten, in denen es um das Thema Freiheit geht. Vorbereitet wurde er von einem ökumenischen Team aus Bad Urach zusammen mit Franz Röber, Landesreferent Schülerarbeit im EJW. „Diese Freiheit nehme ich“ ist das Motto. Levin Hautsch und Mila Mesin berichten über ihre ganz persönlichen Freiheitserfahrungen in unterschiedlichen persönlichen Situationen. Levin nahm sich die Freiheit, seinen Rucksack zu schnüren und in die weite Welt zu gehen und Mila, enttäuscht in ihrem Freiwilligendienst in Südamerika und mit Erfahrungen von Fremdenfeindlichkeit wegen ihrer dunklen Hautfarbe, nimmt sich die Freiheit, sich den Widerständen entgegenzustellen. „Ich musste nicht dort bleiben, ich durfte. Das ist die Freiheit, die mir persönlich gegeben worden ist und dir auch zusteht. Eine Freiheit nicht nur VON sondern ZU etwas“ berichtet sie.

Der größte Feind der Freiheit sei die Angst zu versagen und nicht zu genügen, sagt Franz Röber in seiner Kurzpredigt und ruft den überwiegend Jugendlichen zu: „Lassen wir uns nicht einfangen von Populisten, die Angst schüren und andere ausgrenzen – da stirbt die Freiheit und die Liebe. Lass dich nicht einfangen von der Angst, den Sorgen, deinen eigenen Zweifeln. Du darfst auf den hören, dem du gehörst: Jesus Christus, der dir ein uneingeschränktes, ein befreiendes JA zuruft.“

Weitere Berichte zum FESTIVAL: www.das-festival-live.de

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