20.11.2015 - Autor: Carina Klink, 16 Jahre

HIMMEL & HÖLLE

Wie knöpft man das Beffchen dran? Grundkompetenzen für den Pfarrberuf

63 Teilnehmer – so viele wie seit Jahren nicht mehr!

Am Sonntagabend konnte jede(r) eine Kerze anzünden – auch im Gedenken an die Terroropfer von Paris

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dein Selfie

Carina Klink

Info-Tagung Theologiestudium 2015

„Ist der Glaube an Gott nach dem vergangenen Wochenende überhaupt noch möglich?
Ist es realistisch, diesen Glauben zu vertreten und kann ich ihn zum Beruf machen?“

Solche und ähnliche Fragen gingen mir bei der Info-Tagung (14. - 16. November 2015) der Landeskirche in Tübingen größtenteils durch den Kopf. Die Geschehnisse in Paris an diesem Wochenende, insbesondere am Freitag davor (13. November) haben die komplette Tagung in ein anderes Licht gerückt. Die Terroranschläge der Islamisten, die Sprengstoffangriffe der Selbstmordattentäter, einfach schrecklich - sowohl für die Familien der Toten in Frankreich, als auch für uns in Deutschland, da nun die Illusion einer „heilen Welt“ in Europa gewissermaßen zerstört wurde.

Vor diesem Hintergrund bekommt ein Theologiestudium für mich eine ganz andere Bedeutung. Da ist einerseits die Vorfreude auf spannende Themen und Inhalte, die das Studium bietet, neue Erkenntnisse in Bezug auf Glauben, Gott und die Bibel - aber auch Angst. Angst vor den Reaktionen anderer, die aus Sorge vor fundamentalistischen Glaubensansätzen und radikalen Abspaltungen von Religionsgemeinschaften – wie eben den Islamisten – auch mir gegenüber Vorurteile haben könnten. Angst davor, vielleicht meinen Glauben zu verlieren, durch Zweifel und Fragen, die das Studium aufwirft, durch Einflüsse und Geschehnisse in meinem Umfeld. Aber ist das nicht genau das, was wir nicht zulassen dürfen? Ist es nicht das, was die Terroristen erreichen möchten?

Es gab während der Tagung immer wieder Zeit, mit anderen Teilnehmer(inne)n zu diskutieren. Der Austausch mit Lehrer(inne)n, Pfarrer(inne)n und Student(inn)en wurde ermöglicht, sodass man direkten Bezug zu den durch ein Theologiestudium erlernbaren Berufen bekam. Trotz viel Input in relativ kurzer Zeit gab es samstagabends und sonntagmorgens bei Spaziergängen die Möglichkeit, abzuschalten und einfach die Gegend zu genießen.

Trotzdem haben mich diese Gedanken über die drei Tage hinweg begleitet. Wir sollten uns nicht durch äußere Einflüsse beschränken lassen, sondern das leben, was uns definiert. Wenn ich bei dieser Tagung etwas oft gehört habe, dann diesen Satz. Alle waren sich einig, dass weniger das Talent, sondern mehr die Überzeugung wichtig ist. Nur, wer seinen Beruf mit vollem Herzen ausüben kann – und das ist als Vorbild besonders wichtig! – kann überzeugt in eine Zukunft gehen, um Lehrer(in) oder Pfarrer(in) zu werden.

Carina Klink, 16 Jahre
geht ohne Schreibzeug & Buch nirgends hin.

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