23.09.2015 - Mechthild Sperber und Daniel Plaz

Alpenquerung mit Rucksack und Zelt in den italienischen Alpen

Eine topmotivierte Truppe

Die Regenkleidung war nicht umsonst eingepackt

"Baut die Zelte um, wir saufen ab!"

Schmale Wege, feste Gemeinschaft

Die Strapazen haben sich gelohnt: immer wieder grandiose Ausblicke

Über den Wolken

Gipfelstürmer

Trekkingfreizeit im Piemont / Italien vom 17. - 27. August 2015

Topmotiviert und bereit für ein Abenteuer starteten wir vier Mitarbeiter mit unseren 12 Teilnehmenden am Stuttgarter Hauptbahnhof in Richtung Piemont. Die sonnige Anfahrt durch das Wallis mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn ließ unsere Vorfreude auf eine trockene Freizeit mit lauen Zeltnächten wachsen.

Nach dem Loslaufen am Griesgletscher an der Grenze zu Italien blieben wir vom Regen auch wirklich verschont – es fing nur an zu hageln. Als dieser dann doch in Regen überging, war schon mal sicher, dass wir unsere Regenhosen wenigstens nicht umsonst mitgeschleppt haben.

Um uns besser an unsere neue Heimat in den Bergen zu gewöhnen, stärkten wir uns am ersten Abend noch mit echten schwäbischen Maultaschen aus unseren Trangiakochern. Die schöne Aussicht auf den Stausee im Tal, an dem wir am nächsten Morgen vorbeiwanderten, ließ uns die nassen Jacken, kalten Finger und die entstehenden Blasen vergessen.

Der zweite Tag brachte zunächst einen herausfordernden Anstieg mit sich, doch das eigentliche Abenteuer erwartete uns erst nachts am Zeltplatz. Während die Bewohner des Mitarbeiterzeltes durch den eindringenden Regen schließlich im 3 cm tiefen Wasser aufwachten, wurden die restlichen seelig Schlafenden durch die Anweisung „Baut die Zelte um, wir saufen ab!“ geweckt. Im strömenden Regen hoben wir die Zelte aus der Riesenpfütze unterhalb des Staudamms – wonach dann wirklich jeder nass war. Am nächsten Morgen fanden wir Zuflucht in der Hütte nebenan, wo wir uns am Ofen wärmten und ein italienisches Frühstück genießen durften, bis geklärt war, wo wir an diesem Abend ankommen würden. Unser nächstes Etappenziel war jetzt die Alpe Devero, die uns die Möglichkeit bieten würde, unsere Sachen zu trocknen. Auf dem Weg dorthin wurden wir dieses Mal mit viel Sonnenschein verwöhnt und durften verschneite Berggipfel, pfeifende Murmeltiere und glitzernde Bergbäche erleben.

So konnten wir nach zwei Nächten im Matratzenlager gut erholt und mit trockenen Zelten im Gepäck den zweiten Teil unserer Tour beginnen, der weiter im Süden des Piemonts lag.
Nach längerer Busfahrt erreichten wir einen gemütlichen Campingplatz im Anzasca-Tal. Mit einem heftigen Aufstieg zum Lago di Baranca ging es am nächsten Morgen wieder richtig los. Erschöpft aber glücklich kamen wir am späten Nachmittag am See an und wurden von einer etwas aufdringlichen aber netten Herde Esel begrüßt. Von so viel Nähe überfordert schlugen wir unser Lager weiter oben am Berg rund um eine verfallene Villa auf, bevor uns die aufsteigenden Nebelschwaden und der einsetzende Regen in unsere Zelte trieben. Dieser Regen begleitete uns die nächsten zwei Tage und durchdrang nach und nach Jacken, Schuhe und die Tüte mit dem Klopapier.

Auf unserem Marsch durch den Regen am nächsten Tag kamen wir in ein schönes Bergdorf. Nach unserer Mittagspause am Brunnen fanden wir uns unverhofft in einem der gemütlichen Steinhäuser wieder, in das uns eine überaus gastfreundliche Familie zum Tee eingeladen hatte. Aufgewärmt und gestärkt konnten wir so auch die darauffolgende Nacht im strömenden Regen überstehen. Doch beim Frühstücken unterm Dachvorsprung konnten wir nur noch an den Abstieg denken, und wir machten uns schnell auf den Weg. Im nächsten Bergdorf konnten uns die gastfreundlichen (oder mitfühlenden) Einwohner wieder weiterhelfen und vermittelten uns nicht nur eine super Unterkunft im Sportheim, sondern auch einen trockenen Transport dorthin. Einmal abseits der Wanderroute schien sofort wieder die Sonne. Auch wenn wir es so nicht geplant hatten, konnten wir auf diese Weise die wunderschöne Stadt Varallo im Sesia-Tal besichtigen, eine riesig große Wassermelone essen und über große Umwege unser Ziel am Orta-See erreichen.

Dort begannen wir unseren letzten Freizeittag mit einem Strandgottesdienst, konnten baden gehen, uns ausruhen, Ausflüge machen und beendeten ihn mit 16 echt italienischen Pizzen. Wehmütig saßen wir abends am Feuer zwischen unseren Zelten und ließen unsere gemeinsame Zeit mit einem letzten Abendlob ausklingen.

Mechthild Sperber und Daniel Plaz

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Freitag:
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