22.07.2014 - Oliver Pum

Die Schule mit Leben füllen!

Beim Vernetzungstreffen Jugendarbeit und Schule tauschten sich Teilnehmende aus Jugendarbeit, Schule und Kirchenmusik über Perspektiven für die Kooperation von Kirche, Jugendarbeit und Schule aus. Den Impulsvortrag hielt Werner Baur, Leiter des Dezernats „Kirche und Bildung“ im evangelischen Oberkirchenrat.

Am Samstag, 19. Juli 2014 trafen sich trotz Freibadwetter und Temperaturen von 36° fast fünfzig Interessierte aus Jugendarbeit, Schule und Kirchenmusik zum „Vernetzungstreffen Jugendarbeit & Schule“ im EJW-Tagungszentrum Bernhäuser Forst in Leinfelden-Echterdingen/Stetten.

Impulsvortrag „Die Schule mit Leben füllen“

Werner Baur, Leiter des Dezernats „Kirche und Bildung“ im Oberkirchenrat zeigte den Teilnehmenden unter dem Motto „Die Schule mit Leben füllen“ Perspektiven für die Kooperation von Kirche, Jugendarbeit und Schule auf. Er ermunterte dazu, Schule als Ort prägender Lebenszeit wahrzunehmen, an dem Kinder und Jugendliche angesprochen werden können und Neugierde, Begeisterung und Lebensfreude geweckt sowie Beziehung gelebt werden kann. Er warnte aber auch davor, die Schule mit maßlosen Erwartungen zu überfordern und lud dazu ein, das ganze Gemeinwesen als Bildungs- und Lernort zu begreifen: „Die Schule mit Leben füllen heißt, dem Leben und den Widerfahrnissen des Lebens in- und außerhalb der Schule Raum zu geben: Raum zur Begegnung.“

Ehrenamt braucht Hauptamt – Hauptamt braucht Ehrenamt

An der anschließenden Gesprächsrunde zum Thema nahmen neben Werner Baur auch Elisabeth Lipponer, Grund- und Hauptschullehrerin sowie Ansprechpartnerin für die Kooperation von Jugendarbeit und Schule im staatlichen Schulamt Tübingen, Martin Friz, ehrenamtlicher Vorsitzender des CVJM Welzheim, Stefan Hermann, Direktor des Pädagogisch-Theologischen Zentrums sowie Stadtrat in Filderstadt und Oliver Pum, Projektreferent im Projekt „Kirche-Jugendarbeit-Schule“ teil. Moderiert von Landesschülerpfarrer Dr. Wolfgang Ilg wurde lebhaft diskutiert, auch die Zuhörer konnten sich mit ihren Fragen beteiligen und eigene Erfahrungen einbringen. Einig war sich die Runde, dass es bei Schulkooperationen auch hauptamtliche Personalressourcen braucht, insbesondere um die notwendigen Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement zu schaffen und die zeitliche Verlässlichkeit sicherzustellen, die von Schulen und Schulträgern eingefordert wird. Einig war man sich aber auch, dass Kirche und Jugendarbeit den Schulen einen großen Schatz an gut qualifizierten ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten können.

Vielfältige Workshops am Nachmittag

In den Workshops am Nachmittag stellten sich unter anderem die Kinderarche Waldenbuch, die Kinderchorarbeit an einer Grundschule in Blaubeuren, die Lernwerkstatt Rückenwind aus Ludwigsburg, die Fachstelle „Schule-Jugendarbeit-Kirche“ im Kirchenbezirk Tübingen, das Projekt „Wir bilden Deutschland“, die Schulkontaktarbeit Kirchheim sowie das Projekt „Schritte gegen Tritte“ der EJW-Landesstelle vor. Außerdem wurden Erfahrungen mit BFD und FSJ an der Schule sowie der Arbeit von Schülerbibelkreisen ausgetauscht und Fragen wie „Wie neutral muss Schule sein?“ diskutiert.

Der intensive Tag schloss mit Informationen zu aktuellen Themen aus Schule und Jugendarbeit – insbesondere zur neuen Ganztagsgrundschule – ab.

Die Termine der nächsten Vernetzungstreffen

Die nächsten Vernetzungstreffen finden statt am Mittwoch, 22. Oktober 2014, in Stuttgart-Birkach, am Donnerstag, 29. Januar 2015, in der EJW-Landesstelle sowie am Samstag, 4. Juli 2015, im EJW-Tagungszentrum Bernhäuser Forst.
Anmelden kann man sich unter www.schuelerarbeit.de/vernetzungstreffen.

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