05.06.2014 - Wolfgang Ilg

Gemeinsam für die Ganztagsbildung

Rahmenvereinbarung unterzeichnet – neue Kooperationen möglich

Wenn Baden-Württemberg ab dem Schuljahr 2014/15 erstmals eine gesetzliche Regelung für Ganztagsschulen bekommt, ist klar: Guter Ganztag geht nur gemeinsam mit außerschulischen Partnern. Auch die evangelische Jugendarbeit bringt sich in diesen Prozess in kritisch-konstruktiver Weise ein.

Die Eckpunkte für die Ganztagsschule sind gesetzt: Zunächst soll der Ausbau an den Grundschulen beginnen. Schulen, die auf den Ganztag umstellen wollen, können zwischen vier verschiedenen Zeitformen wählen (3 oder 4 Tage mit jeweils 7 oder 8 Zeitstunden). Ebenso kann vor Ort entschieden werden, ob die Ganztags-Grundschule in verbindlicher Form (alle Schüler) oder in Wahlform (nach individueller Entscheidung) umgesetzt wird. Der Elternwille hat Vorrang: Auch weiterhin wird es die klassische Halbtags-Grundschule geben.

Aus Sicht der evangelischen Jugendarbeit bedeutet die Ganztags-Grundschule eine Herausforderung und zugleich eine große Chance. Einerseits stimmt es, dass Kinder zunehmend Zeit in der Schule verbringen. Andererseits soll die Schule sich nach dem Willen des Kultusministeriums deutlich öffnen und den Ganztag gemeinsam mit außerschulischen Partnern als Lebensraum gestalten. Schon bislang gibt es zahlreiche solcher Kooperationsprojekte mit der evangelischen Jugendarbeit. Neu ist aber die jetzt vorgesehene sogenannte „Monetarisierung“: Schulleitungen können bis zu 50 Prozent der zusätzlichen Lehrerwochenstunden für den Ganztag in Form von Geldmitteln erhalten. Wenn ein außerschulischer Partner ein überzeugendes Konzept vorlegt, kann eine Schulleitung durch diese sogenannte Monetarisierung durchaus fünfstellige Eurobeträge freisetzen, mit denen dann auch hauptamtliche Stellenanteile finanziert werden können.

„Mit der Monetarisierung ist es endlich möglich, dass die in Schulkooperationen benötigten Hauptamtlichen nicht aus den Eigenmitteln der Jugendarbeit finanziert werden müssen“, zeigt sich Landesschülerpfarrer Wolfgang Ilg zuversichtlich. „Als Schülerinnen- und Schülerarbeit unterstützen wir gerne CVJMs, Kirchengemeinden, Bezirksjugendwerke oder auch die Kirchenmusik auf ihrem Weg an die Schule“ bietet er an und verweist auf das von Oliver Pum geleitete Projekt „Kirche – Jugendarbeit – Schule“ (www.schuelerarbeit.de/beratung), in dem Beratung und Anschubfinanzierung ermöglicht werden.

Die am 2.6.2014 unterzeichnete Rahmenvereinbarung „Kooperationsoffensive Ganztagsschule“ hat auch die Evangelische Landeskirche in Württemberg unterzeichnet. Alle ihr zugehörigen Institutionen, und damit auch die evangelische Jugendarbeit, können vor Ort also konkrete Partnerschaften eingehen. Oberkirchenrat Werner Baur merkte an: „Die evangelischen Landeskirchen bringen sich als verlässliche und engagierte Partner für die Ganztagsschule ein. Wir vertrauen darauf, dass die offenen Fragen der konkreten Gestaltung noch zeitnah geklärt werden.“

Die von Baur angesprochenen offenen Fragen betreffen konkrete Handlungsempfehlungen, auf deren Fehlen der Landesjugendring in einer Stellungnahme verwies: „Nun bedarf es dringend verbindlicher Kooperationsvereinbarungen und nicht nur einer bloßen Willenserklärung.“ Das EJW als größter konfessioneller Jugendverband in Baden-Württemberg gestaltet diese Konkretisierungen auch auf der politischen Ebene aktiv mit.

Alle wichtigen Informationen für Kooperations-Interessenten aus dem Bereich des EJW sowie Kontaktdaten der Ansprechpartner Wolfgang Ilg und Oliver Pum sind gebündelt unter:

www.schuelerarbeit.de/ganztag

Pressemitteilung des Kultusministeriums mit Rahmenvereinbarung

www.km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/Grundlegende+Schritte+bei+der+Ganztagsschule

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