11.04.2016

Gewaltfrei durch den Alltag

Eindrücke von "Schritte gegen Tritte" aus Sicht einer Schülerin

Am Montag, den 04. April, statteten uns drei Mitarbeiter des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg einen Besuch ab. Sie kamen an unsere Schule, das Raichberg Gymnasium Ebersbach, um mit uns ein Projekt, das unter dem Namen "Schritte gegen Tritte" lief, durchzuführen.

Zuerst bekamen wir Buttons ausgeteilt, die uns in verschiedene Gruppen einteilten. Dann starteten wir mit einem Spiel. Nachdem die "Bürger", eine der oben aufgeführten Gruppen, in einen anderen Raum geführt wurden, um mit ihnen ihre Aufgabe im Spiel zu besprechen, durften die anderen sich auch zu diesen begeben. Die "Flüchtlinge" wurden auf engstem Raum und ohne Essen zusammengepfercht. Die "Bürger" dagegen bekamen zu essen und zu trinken, hatten viel Platz und einen großen Tisch. Dann wurde noch ein Quiz gestartet, bei dem die "Flüchtlinge" benachteiligt wurden. Dieses Spiel hat uns die Ungerechtigkeit gegenüber Flüchtlingen vor Augen geführt und uns wurde klar wie schwer es diese haben.

Wieder im "Startraum" angekommen, redeten wir über Flüchtlinge im Allgemeinen und spielten ein Brettspiel zu diesem Thema. Es gab ein Brettspiel für Flüchtlinge aus Mali und ein Brettspiel für Flüchtlinge aus Somalia. Uns ist aufgefallen, dass die Flucht aus Somalia wesentlich schwerer ist. Zudem schauten wir uns Kurzclips von drei Frauen, die über ihre Flucht erzählten, an. Wir fanden ihre Geschichten sehr erschreckend! Hier wurde klar, dass eine Flucht fast nie geplant ist, sondern sich plötzlich ergibt.

Danach redeten wir über Gewalt im Großen und Ganzen. Es wurde über Gewaltarten und darüber, was wir als Gewalt empfinden, gesprochen. Jedoch waren wir uns hier nicht immer zu 100% einig. Wir spielten nochmals ein Spiel, das sich um Gewalt im öffentlichen Raum -in unserem Fall in einem Bus- drehte.
Zum Abschluss schauten wir noch einen Kurzfilm an. Bei dem wurden die Reaktionen von Umstehenden, beim Beleidigen und Bedrängen eines Dunkelhäutigen durch zwei Neonazis mit einer Kamera eingefangen.
An diesem Tag haben wir viel mitgenommen, was uns helfen könnte und was uns die Augen geöffnet hat. Es war ein informativer und interessanter Tag! :-)
Wir danken dem Team des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg und würden so eine Erfahrung jederzeit noch einmal machen wollen.

 

 Luna Rudolf, 7. Klasse

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