11.09.2015 - Katharina Ferber

Kein Wunder, dass Abschiedstränen flossen

Reinfeiern in den 18. Geburtstag in Korsikas Hauptstadt Ajaccio

Die Gruppe bei der 2-Tages-Tour

Spektakuläre Reifenfahrt durch die Wellen

Klettersteig: Gut gesichert in schwindelnden Höhen

Ganz links die Autorin Katharina Ferber

Die Korsika-Freizeit der Schülerarbeit im August 2015

24 Stunden Hinfahrt mit zwei verschiedenen Bussen und einer Fähre zwischendurch, mit Gepäck für zwei Wochen Strandurlaub...! Irgendwie wurde aber alles so gut koordiniert, dass es fast keine Probleme gab, so dass man sich auf dem Weg nach Korsika schon auf die kommende Zeit freuen und die ersten Bekanntschaften machen konnte. Das erste Mal die Meeresluft schnuppern, den ersten Schritt auf Korsika machen, und schließlich, während wir auf den zweiten Bus warteten, noch die Besichtigung der ersten korsischen Stadt dieser Reise. Alles Dinge, die die Fahrt bestimmten.

Und dann endlich der erste Abend am Meer. Es war zwar schon zu spät, um noch baden zu gehen, aber es war schon ein tolles Gefühl, in der Dunkelheit die Füße ins Wasser zu stellen. Anschließend kam das Abendlob – ein Ritual, das wir jeden Abend abhielten, um den Tag ausklingen zu lassen und zur Ruhe zu kommen. Dabei sangen wir gemeinsam und beteten und man hatte die Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden für jemanden, ein Anliegen dabei vorzubringen oder einfach dazu zu schweigen.

Am Morgen nach dem Frühstück gab es jeden Tag einen Thementreff. Die Themen gingen von Glaubensgrundlagen über (Glaubens-)Krisen bis hin zu Liebe und Partnerschaft und gaben so ein breites Spektrum an Diskussionsthemen, welche auch in den Kleingruppen kräftig auseinandergelegt und diskutiert wurden.

An einem Tag gab es das Thema Werte und es wurde in den Kleingruppen so gestaltet, dass es eine Auktion der Werte gab. Jeder hatte zu Beginn ein Budget von 100 Dollar und versuchte aus einer ganzen Reihe von Werten die für sich persönlich wichtigsten zu ersteigern. Dies wurde bei beliebten Werten wie Treue oder Liebe sehr schwer, da es eben alle nur einmal gab. Dazu kam bei manchen eine stark emotionale Seite heraus, so dass es zu recht amüsanten Wortwechseln kam („Spontanität ist dir nie im Leben so wichtig“ - „Die Liebe gehört mir allein“…).

Nachdem der ursprüngliche Plan für die 2-Tages-Tour nicht durchgeführt werden konnte, wurde kurzerhand eine andere organisiert (hier mal ein dickes Lob an alle MitarbeiterInnen für die wunderbare und geniale Planung), und wir wanderten mit Gepäck für zwei Tage auf dem Rücken einen wunderschönen Weg an der Küste entlang, bis wir auf einer Landzunge in einem alten Turm Platz zum Übernachten fanden. Das Wetter war immer kurz vorm Regnen, teilweise nieselte es sogar, aber das war unser Glück, denn angekommen hatten wir den Blick auf einen vollkommenen, fast ganz runden Regenbogen. In der Nacht klarte es dann jedoch bei uns noch ein wenig auf, und wir konnten die Nacht unter klarem Sternenhimmel verbringen. Am nächsten Morgen gab es einen wunderschönen Sonnenaufgang, den die anderen jedoch allesamt verschliefen…

Diese Idee mit dem Sternenhimmel hatten wir auch schon im Lager gehabt und so haben wir einige Nächte unter freiem Himmel verbracht und Sternschnuppen beobachtet.

An einem Tag besichtigten wir Ajaccio, die Hauptstadt von Korsika. Nach einem gemütlichen Abendessen am Meer – welches natürlich bei den Mutigen Muscheln sein musste – schlenderten wir über den Markt und genossen die gemütliche Atmosphäre bei einem Feuerspucker-Spektakel mit einer Crêpe. Bevor wir jedoch zurück zum Campingplatz fahren konnten, musste noch ein 18. Geburtstag gebührend mit Gesang und Luftschlangen pünktlich um 00:00 Uhr am Meer gefeiert werden.

Vor dem Abendessen gab es immer noch eine Sondereinheit mit Ina, die uns nach und nach fast alle für ihren Essenstanz begeistern konnte. So sehr, dass wir ihn auf der Heimreise auf der Fähre letzten Endes freiwillig forderten und mitten im Gewimmel einfach zu tanzen anfingen.

Die ganzen zwei Wochen über verbrachten wir sehr viel Zeit am Strand. Dort schwammen wir im Meer, lasen Bücher oder ließen uns einfach nur in der Sonne braten. Ein Highlight waren die Reifen. Man konnte dort am Strand sich in großen Gummireifen von einem Boot durch die Wellen ziehen lassen. Anfangs waren wir uns unsicher, ob dabei was passieren kann, aber irgendwann entschlossen wir uns, es auszuprobieren. Es machte einen Riesenspaß durch das Wasser zu pflügen und über so manche Welle drüberzuspringen. Dazu wurde man immer wieder von den Mitfahrenden hin und her gestoßen. Am Ende bereute es keiner und alle die fuhren waren überglücklich.

Im Camp selber sangen und spielten wir sehr viel. „Phase 10", „Schwimmer“, Poker und „Arschloch“ waren die beliebtesten Spiele. Beim Singen half „Das Liederbuch“ bei der Liederwahl und es gab so viele Gitarren- und Klavierspieler, dass sich immer jemand fand der mitspielte.

Durch diese und viele weitere Momente wie Fußballturniere, Sportaktivitäten wie Klettern, Schnorcheln, oder Mountainbiken, Jonglieren lernen oder einfach durch Gespräche lernten wir einander immer besser kennen und schlossen uns immer mehr in die Herzen. So ist es kein Wunder, dass beim Abschied nach zwei wundervollen Wochen die Tränen flossen. Aber heute blicken wir mit Freude auf die Zeit zurück und teilweise gab es schon kleine Nachtreffen, welche nur noch mehr zeigen wie sehr die Gemeinschaft zusammengewachsen ist.

Katharina Ferber

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